Unser christlicher Glaube ist kein statischer Zustand, kein bloßes “Ankommen”. In der Bibel zeigt sich Gott als ein Gott, der mitgeht. Er ruft Abraham aus seiner Heimat, er führt sein Volk als wanderndes Gottesvolk durch die Wüste, und er zeigt uns: Wer mit Gott lebt, bleibt in Bewegung. Und auch Jesus ist ein Mensch, der auf dem Weg ist, der nicht an einem Ort bleibt, sondern als Wanderprediger seine Botschaft zu den Menschen bringt. Jesus sagt von sich selbst: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“ (Joh 14,6). Er sagt nicht: „Ich bin das Ziel“, sondern er identifiziert sich mit dem Prozess des Gehens selbst. Wenn wir uns als Pilgernde auf den Weg machen, folgen wir diesem Wort. Sein Leben und seine Wahrheit finden wir dort, wo wir bereit sind, den ersten Schritt zu wagen.
Deshalb wollen wir uns am 12. April auf den Weg machen und einen Gottesdienst nicht in der Kirche, sondern im Freien gehend feiern. Vielleicht ist ein Gottesdienst unter freiem Himmel, im Gehen und in der Bewegung, die ursprünglichste Form der Gottverehrung. Wenn wir die Kirchentüren hinter uns lassen, spüren wir: Gott ist nicht an Mauern gebunden. In jedem Schritt, im Atemholen und im Wahrnehmen der Schöpfung feiern wir das Leben, das er uns schenkt. Im Gehen, Beten, Singen, Hören, Essen und in Gesprächen spüren wir nach, was es heißt, mit Gott unterwegs zu sein.
Wir beginnen um 10 Uhr vor der Kirche St. Matthäus in Vach und enden um ca 11:30 Uhr an der Christuskirche in Stadeln mit anschließendem Mittagessen. Bitte ziehen Sie geeignete Kleidung und Schuhe für ca. 3,5 km Weg an. Bei starkem Regen findet der Gottesdienst nur in der Christuskirche statt (Infos siehe Homepage). „Ultreia“ – los geht’s!
